Zur Geschichte des Instituts



Das Institut für Historische Anthropologie wurde im Jahr 1975 im Kontext intensiver methodischer und theoretischer Debatten in Freiburg i. Br. gegründet. Es ging hervor aus einer Reihe von Arbeitstagungen, an denen die Herausgeber der Saeculum Weltgeschichte (erschienen 1965-1975) maßgeblich beteiligt waren. Im Zentrum standen zunächst grundlegende konzeptionelle Fragen, die im Kontext einer „Weltgeschichte” aufgekommen waren und die in den folgenden Jahren in Form thematisch fokussierter Konferenzen und Tagungen exemplarisch diskutiert wurden. Daraus entstand das Konzept einer historischen Anthropologie, die sich von anderen Formen der Anthropologie dadurch unterscheidet, dass Zeitlichkeit "ein Wesensmerkmal des zu untersuchenden Humanum" (J. Martin) darstellt.

Die Forschungsprojekte, die in den Folgejahren durchgeführt und in einer eigenen Buchreihe publiziert wurden, behandelten „biologienahe“ Themen, die im Rahmen von Konferenzen mit Vertretern eher systematisch arbeitender Fächer, jedoch in historischer Perspektivierung, diskutiert wurden. Das Institut war darum von Beginn an interdisziplinär in seiner Arbeitsweise und interkulturell vergleichend in seiner Perspektive, dabei aber dezidiert historisch, da „das dynamische Moment der Ausbildung und Veränderung kultureller Zusammenhänge“ (J. Martin) im interkulturellen Vergleich berücksichtigt werden sollte.

"Das Institut für Historische Anthropologie" von Jochen Martin



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